Der Winter hat die Welt zwar noch fest in seinen Klauen (bei uns liegt jede Menge Schnee), aber seit der Wintersonnenwende am 21. Dezember, an der das Licht in Gestalt des Sonnengottes Cernunnos wiedergeboren wurde, werden die Tage immer ein Stückchen länger. Die Natur spürt dies, und auch wenn morgens noch Dunkelheit herrscht, stellt sie sich doch langsam darauf ein, mit all ihrer neuen Kraft hervorzubrechen und die Bäume wieder grün werden zu lassen.
Am 1. oder 2. Februar (ich werde am 1. feiern) wird daher das Fest Imbolc begangen. "Imbolc" bedeutet "Rundum-Waschung" und ist damit ein Fest der Reinigung. Die Wiederkehr des Lichtes, die Reinheit der jungfräulichen Göttin, die nun die dunkle Hekate ablöst, und das langsam in Gang kommende Leben werden gefeiert. Man zündet Kerzen und Freudenfeuer an, um dem Winter zu zeigen, dass seine Herrschaft lange genug angedauert hat.
Symbole für Imbolc sind Kerzen für das wiederkehrende Licht, Krokusse, die bald aus dem Boden kommen, und vor allem das "Brigid's Cross". Dies ist ein traditionelles Symbol für das Feuerrad; in Irland ist es als Schutzzeichen in vielen Haushalten zu finden. Es ist das Zeichen der Göttin Brigid, die Göttin des Feuers, der Poeten und der Heilkunst, und Imbolc ist ihr heiliges Fest.


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