Obwohl ich dieses Jahr kaum Zeit für ein Imbolc-Ritual hatte (verflucht sei die Schule...), habe ich die Natur in diesen Tagen doch sehr viel bewusster wahrgenommen. Wo kommen schon die ersten grünen Knospen aus den kahlen Zweigen? Wo kämpft sich vielleicht sogar schon ein Krokus durch die harte Erdkruste? Und siehst du, wie das Eis langsam taut?
Ja, in der Tat, pünktlich zu Imbolc (das war fast schon unheimlich, so zeitlich genau war das!) hat die dicke Schnee- und Eisschicht bei uns angefangen zu schmelzen. Nach wenigen Tagen waren nur noch hier und da kleine weiße Flecken zu sehen. Fast konnte man zuschauen, wie die junge Göttin mit ihrem Feuer den Winter vertreibt! Hoffentlich bleibt das auch noch so, und es fängt nicht wieder an zu schneien...
Ansonsten hat mich gerade das Reisefieber gepackt: Ich möchte unbedingt noch einmal nach Schottland oder, besser noch, nach Irland. All die alten Burgen und Kultplätze mit eigenen Augen sehen, die Steinkreise betreten und sich den Göttern so viel näher fühlen! Das fände ich toll. Leider muss ich erstmal mein Abi schaffen, dann sehen wir weiter!
Also, drückt dem Frühling die Daumen!
Eure Maeve
Mondpfade
Willkommen, Wanderer! Komm mit mir auf die Mondpfade, und schau dir an, was dort verborgen liegt: Es ist der Pfad einer jungen Hexe, der Magie und der alten Götter.
Sonntag, 9. Februar 2014
Samstag, 25. Januar 2014
Imbolc- Das Fest des Lichts
Der Winter hat die Welt zwar noch fest in seinen Klauen (bei uns liegt jede Menge Schnee), aber seit der Wintersonnenwende am 21. Dezember, an der das Licht in Gestalt des Sonnengottes Cernunnos wiedergeboren wurde, werden die Tage immer ein Stückchen länger. Die Natur spürt dies, und auch wenn morgens noch Dunkelheit herrscht, stellt sie sich doch langsam darauf ein, mit all ihrer neuen Kraft hervorzubrechen und die Bäume wieder grün werden zu lassen.
Am 1. oder 2. Februar (ich werde am 1. feiern) wird daher das Fest Imbolc begangen. "Imbolc" bedeutet "Rundum-Waschung" und ist damit ein Fest der Reinigung. Die Wiederkehr des Lichtes, die Reinheit der jungfräulichen Göttin, die nun die dunkle Hekate ablöst, und das langsam in Gang kommende Leben werden gefeiert. Man zündet Kerzen und Freudenfeuer an, um dem Winter zu zeigen, dass seine Herrschaft lange genug angedauert hat.
Symbole für Imbolc sind Kerzen für das wiederkehrende Licht, Krokusse, die bald aus dem Boden kommen, und vor allem das "Brigid's Cross". Dies ist ein traditionelles Symbol für das Feuerrad; in Irland ist es als Schutzzeichen in vielen Haushalten zu finden. Es ist das Zeichen der Göttin Brigid, die Göttin des Feuers, der Poeten und der Heilkunst, und Imbolc ist ihr heiliges Fest.
Am 1. oder 2. Februar (ich werde am 1. feiern) wird daher das Fest Imbolc begangen. "Imbolc" bedeutet "Rundum-Waschung" und ist damit ein Fest der Reinigung. Die Wiederkehr des Lichtes, die Reinheit der jungfräulichen Göttin, die nun die dunkle Hekate ablöst, und das langsam in Gang kommende Leben werden gefeiert. Man zündet Kerzen und Freudenfeuer an, um dem Winter zu zeigen, dass seine Herrschaft lange genug angedauert hat.
Symbole für Imbolc sind Kerzen für das wiederkehrende Licht, Krokusse, die bald aus dem Boden kommen, und vor allem das "Brigid's Cross". Dies ist ein traditionelles Symbol für das Feuerrad; in Irland ist es als Schutzzeichen in vielen Haushalten zu finden. Es ist das Zeichen der Göttin Brigid, die Göttin des Feuers, der Poeten und der Heilkunst, und Imbolc ist ihr heiliges Fest.
Mittwoch, 30. Oktober 2013
Die Götter und ich
Ich muss zugeben, dass ich mich noch lange nicht festgelegt habe, was meinen Glauben betrifft. "Den" Pfad habe ich nach einem knappen halben Jahr noch nicht gefunden. Meine Vorstellungen von den Göttern ändert sich noch manchmal, aber inzwischen scheinen es eher "Feinjustierungen" zu sein, die sich da noch in meinem Kopf (und meinem Herzen) vollziehen.
Ich möchte euch nun das Bild vorstellen, das für mich am gefestigtsten ist.
Ich glaube an die Große Göttin, die die Welt zwar nicht erschaffen hat (dazu bin ich zu "wissenschaftlich" aufgewachsen), aber sie am Leben, am Wachsen hält. Sie ist der Funke, der das Jahresrad dreht, sie ist der rauschende klare Bach, der das Schicksal mit sich trägt. Sie ist auch die Knospe, die im Frühling die Hoffnung auf neues Leben Wirklichkeit werden lässt, und der Geruch der bunten Blumen im Sommer. Die Göttin ist in den Blättern, die im Herbst wie goldene Flammen herabsegeln, und sie ist die Dunkelheit, die sich im Winter über das Land legt.
An ihrer Seite wacht Cernunnos, der Gehörnte, der Gott der Wildnis aus der keltischen Mythologie. Er gibt seine Kraft an die Erde weiter und stirbt an Samhain, damit im Frühling neues Leben entstehen kann. Er ist (zumindest bisher) der einzige Gott, den ich verehre. Irgendwie fühle ich mich doch mehr den Göttinnen verbunden.
Die Göttinnen. Sie alle sind Verkörperungen der Großen Göttin, und doch so unterschiedlich, wie es alle Menschen auch sind.
Im Jahreslauf erscheint mir die Göttin als Triade: Im Frühling ist sie Brighid, eine junge Göttin voller Lebenskraft, Wärme und Liebe.
Im Sommer, nach Beltane, ist sie Bastet, die ägyptische Göttin der Katzen und der Fruchtbarkeit. Eine schwangere Göttin, die ihr Kind trägt, den an Beltane wiedergezeugten Cernunnos. Sie ist nun voller Kraft und lässt die Pflanzen sprießen.
Dann, im Herbst und im Winter, wird die Große Göttin zu Hekate, der Göttin der Magie, des Hexentums und der Kreuzwege. Sie ist meine Schutzgöttin, an die ich mich in stiller Zwiesprache wende, wie man zu einer guten Freundin spricht.
Hekate erscheint meist als alte Frau voller Weisheit; sie steht für den Tod, das Alter und den Herbst.
So, das soll für heute genügen. Ich weiß nicht, ob ich diesen Post in einem Jahr genauso verfassen würde, aber durch das Aufschreiben bin ich mir auf jeden Fall klarer über meine Vorstellungen der Götter geworden.
Ich möchte euch nun das Bild vorstellen, das für mich am gefestigtsten ist.
Ich glaube an die Große Göttin, die die Welt zwar nicht erschaffen hat (dazu bin ich zu "wissenschaftlich" aufgewachsen), aber sie am Leben, am Wachsen hält. Sie ist der Funke, der das Jahresrad dreht, sie ist der rauschende klare Bach, der das Schicksal mit sich trägt. Sie ist auch die Knospe, die im Frühling die Hoffnung auf neues Leben Wirklichkeit werden lässt, und der Geruch der bunten Blumen im Sommer. Die Göttin ist in den Blättern, die im Herbst wie goldene Flammen herabsegeln, und sie ist die Dunkelheit, die sich im Winter über das Land legt.
An ihrer Seite wacht Cernunnos, der Gehörnte, der Gott der Wildnis aus der keltischen Mythologie. Er gibt seine Kraft an die Erde weiter und stirbt an Samhain, damit im Frühling neues Leben entstehen kann. Er ist (zumindest bisher) der einzige Gott, den ich verehre. Irgendwie fühle ich mich doch mehr den Göttinnen verbunden.
Die Göttinnen. Sie alle sind Verkörperungen der Großen Göttin, und doch so unterschiedlich, wie es alle Menschen auch sind.
Im Jahreslauf erscheint mir die Göttin als Triade: Im Frühling ist sie Brighid, eine junge Göttin voller Lebenskraft, Wärme und Liebe.
Im Sommer, nach Beltane, ist sie Bastet, die ägyptische Göttin der Katzen und der Fruchtbarkeit. Eine schwangere Göttin, die ihr Kind trägt, den an Beltane wiedergezeugten Cernunnos. Sie ist nun voller Kraft und lässt die Pflanzen sprießen.
Dann, im Herbst und im Winter, wird die Große Göttin zu Hekate, der Göttin der Magie, des Hexentums und der Kreuzwege. Sie ist meine Schutzgöttin, an die ich mich in stiller Zwiesprache wende, wie man zu einer guten Freundin spricht.
Hekate erscheint meist als alte Frau voller Weisheit; sie steht für den Tod, das Alter und den Herbst.
So, das soll für heute genügen. Ich weiß nicht, ob ich diesen Post in einem Jahr genauso verfassen würde, aber durch das Aufschreiben bin ich mir auf jeden Fall klarer über meine Vorstellungen der Götter geworden.
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Dienstag, 29. Oktober 2013
Samhain- Die Zeit der Stille
Es ist das Fest der Ahnen, das letzte der Erntefeste, und manche feiern an diesem Tag auch den Neubeginn des Jahresrads.
Rusha, „Baum im Nebel“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de
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Heute gedenken wir den Toten, unseren Lieben, die von uns gegangen sind. Lautlos senkt sich der Nebel zwischen ihrer Welt und der unseren. Man kann eine Kerze ins Fenster oder vor die Tür stellen, um den Geistern der Verstorbenen den Weg zu weisen, damit sie sich nicht verirren auf ihrem Weg durch die Welt der Lebenden.
Samhain ist für mich die Zeit der Stille, der Einsamkeit und der Melancholie. Draußen taumeln die Blätter im kühlen Herbstwind zu Boden und bilden raschelnde Teppiche der Vergänglichkeit. Der Sturm rüttelt klagend an den Häusern, zerrt an den Ästen der kahler werdenden Bäume.
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, und die Natur bereitet sich auf den langen Schlaf vor, um dann umso kraftvoller wieder zu erwachen.
Alles vergeht in dieser Zeit, und doch brennt der Funke des Lebens, der uns hoffen lässt, und die Trauer vergeht.
Die Göttin ist nun in ihrer dritten Gestalt zu sehen: Als alte Frau in schwarzen Kleidern, gebeugt von Alter und Trauer um ihren Sohn, dem Gehörnten Gott, der sich opfert, damit neues Leben entstehen kann. Doch auch Weisheit scheint in ihren Augen, Weisheit, die sie an ihre Kinder weitergibt.
Für mich ist sie nun Hekate, Göttin der Magie und Herrin der Kreuzwege; andere sehen sie vielleicht als die Morrigan oder Hel.
Doch was lernen wir aus dieser stillen Zeit, aus dem Fest Samhain?
Ich denke, dass wir nun die Möglichkeit haben, tief in uns hineinzuhorchen und zu fühlen, was uns das Jahr gebracht hat. Was habe ich erreicht? Welche Dinge haben mir Freude bereitet? Wie sah der Weg aus, auf dem ich in diesem Jahr gewandelt bin? Es ist eine Zeit der Rückschau und der inneren Einkehr, doch kann man sich auch Gedanken über die Zukunft machen. Welchen Weg möchte ich gehen? Was ist noch unvollendet in diesem Jahr, was muss noch geschafft werden?
Ich glaube, wenn man sich an Samhain und den Tagen davor und danach mit diesen Fragen auseinandersetzt- sei es gemütlich bei einer Tasse Tee und Kerzenschein, während draußen der Wind heult, oder in stiller Zwiesprache mit den Göttern, oder beim Orakeln- dann kann man gestärkt und voller Zuversicht auf die dunkle und neblige, doch trotzdem wunderschöne Zeit vor uns blicken.
John Morgan, „Ghost Trees“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Alle Bilder stammen aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.de
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(c) Maeve 2013
Willkommen!
Willkommen auf den Mondpfaden, einem Blog, der ganz frisch aus den Wolken hervorgeschlüpft ist. Hier schreibt eine angehende Hexe (18 Jahre) Interessantes, Informatives und Persönliches zu ihren ersten Schritten auf dem Alten Pfad, auf dem Weg der Götter und Magie.
Was mich dazu getrieben hat, meine Gedanken öffentlich zu machen: Ich möchte Kontakte knüpfen, und nicht zuletzt mein Wissen und meine Meinungen weitergeben und zur Diskussion stellen. Neues lernen und alte Denkweisen abwerfen steht für mich dabei im Vordergrund. Außerdem möchte ich mir klarer über mich und meine Vorstellungen von den Göttern, der Magie und der Welt allgemein werden, indem ich diese aufschreibe.
Nun wünsche ich euch eine angenehme, hoffentlich kurzweilige Reise auf den Mondpfaden, auch wenn hier (noch) nicht sehr viel zu finden ist.
Eure Maeve
Was mich dazu getrieben hat, meine Gedanken öffentlich zu machen: Ich möchte Kontakte knüpfen, und nicht zuletzt mein Wissen und meine Meinungen weitergeben und zur Diskussion stellen. Neues lernen und alte Denkweisen abwerfen steht für mich dabei im Vordergrund. Außerdem möchte ich mir klarer über mich und meine Vorstellungen von den Göttern, der Magie und der Welt allgemein werden, indem ich diese aufschreibe.
Nun wünsche ich euch eine angenehme, hoffentlich kurzweilige Reise auf den Mondpfaden, auch wenn hier (noch) nicht sehr viel zu finden ist.
Eure Maeve
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